Viele Leute denken bei Software sofort an teure Programme, die man kaufen muss. Aber das muss nicht sein! Es gibt nämlich eine ganze Menge richtig guter Programme, die kostenlos sind und deren Quellcode offen liegt. Das nennt man Open Source. Diese Open Source Alternativen sind oft genauso gut, manchmal sogar besser, als die bekannten kommerziellen Produkte. Wir stellen hier einige der besten vor, die Sie sich mal genauer anschauen sollten.
Wichtige Punkte
- Open Source Software ist oft kostenlos und bietet vergleichbare Funktionen zu kommerziellen Programmen.
- Die Offenheit des Quellcodes ermöglicht Transparenz und Überprüfbarkeit der Software.
- Es gibt starke Open Source Alternativen für fast jeden Bereich, von Office über Grafik bis hin zu Systemwerkzeugen.
- Viele Open Source Projekte werden von engagierten Communities entwickelt und gepflegt.
- Die Nutzung von Open Source Software kann Kosten sparen und die Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern erhöhen.
1. LibreOffice
Wenn es um Office-Suiten geht, kommt man an LibreOffice kaum vorbei. Das ist auch gut so, denn diese kostenlose Open-Source-Alternative zu Microsoft Office ist echt ein Arbeitstier. Man bekommt hier eine komplette Sammlung an Programmen, die fast alles abdecken, was man im Büroalltag oder auch zu Hause so braucht. Da gibt es Writer für Texte, Calc für Tabellen, Impress für Präsentationen, Draw für Grafiken, Base für Datenbanken und Math für Formeln. Das Beste daran ist die hohe Kompatibilität mit den gängigen Microsoft Office-Formaten. Klar, manchmal gibt es kleine Zickereien, wenn man eine super komplexe Datei hin und her schiebt, aber für die allermeisten Fälle läuft das reibungslos.
LibreOffice hat sich über die Jahre echt gemausert. Ursprünglich war es ja mal OpenOffice, aber dann gab es da wohl ein paar Unstimmigkeiten und die Entwickler haben sich abgespalten und LibreOffice daraus gemacht. Seitdem wird es von einer großen Community vorangetrieben, was man auch merkt. Es fühlt sich modern an und wird stetig weiterentwickelt.
Was ich besonders schätze, ist die Flexibilität. Man kann es ganz normal auf dem Rechner installieren, egal ob Windows, Mac oder Linux. Und wer will, kann sogar die Web-Version nutzen, was praktisch ist, wenn man mal schnell was von unterwegs erledigen muss.
Hier mal eine kleine Übersicht, was man so bekommt:
- Writer: Das ist quasi das Word von LibreOffice. Hier kann man Briefe, Berichte, Hausarbeiten – einfach alles schreiben.
- Calc: Wer mit Zahlen jongliert, ist hier richtig. Ähnlich wie Excel, nur eben kostenlos.
- Impress: Für Präsentationen, die nicht langweilig aussehen sollen.
- Draw: Wenn man mal schnell eine Grafik oder ein Flussdiagramm erstellen will.
- Base: Für alle, die mit Datenbanken arbeiten müssen.
- Math: Formeln sind damit kein Problem mehr.
Manchmal denkt man ja, Open Source bedeutet gleich weniger Funktionen oder eine komplizierte Bedienung. Aber bei LibreOffice stimmt das einfach nicht. Es ist mächtig, aber trotzdem gut zu verstehen, wenn man sich mal kurz damit beschäftigt. Für mich ist es eine echte Erleichterung, nicht für ein Office-Paket zahlen zu müssen, das ich nicht mal voll ausnutze.
2. Gimp
Wenn es um Bildbearbeitung geht, kommt man an GIMP (GNU Image Manipulation Program) kaum vorbei. Es ist die wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Open-Source-Alternative zu kommerziellen Giganten wie Photoshop. GIMP bietet eine beeindruckende Bandbreite an Werkzeugen, die sowohl für Hobbyfotografen als auch für professionellere Anwender gedacht sind.
Man kann damit so ziemlich alles machen, was man sich vorstellen kann: Bilder zuschneiden, Farben korrigieren, Effekte hinzufügen, Collagen erstellen oder sogar einfache Animationen basteln. Die Benutzeroberfläche mag auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig sein, aber mit dem Einzelfenster-Modus ist sie mittlerweile deutlich zugänglicher geworden, auch für Leute, die nicht jeden Tag damit arbeiten.
Was GIMP besonders auszeichnet, ist seine Erweiterbarkeit. Durch Plugins und Skripte kann man die Funktionalität noch weiter ausbauen. Das macht es zu einem echten Schweizer Taschenmesser für digitale Bilder.
Hier sind ein paar Dinge, die du mit GIMP machen kannst:
- Fotos retuschieren und verbessern
- Grafiken für Webseiten oder Druck erstellen
- Bilder in verschiedene Formate konvertieren
- Komplexe Bildmontagen und Collagen gestalten
- Eigene Filter und Effekte entwickeln
GIMP ist ein mächtiges Werkzeug, das mit etwas Übung fast jede Aufgabe in der Bildbearbeitung bewältigen kann. Es ist kostenlos, wird ständig weiterentwickelt und hat eine große Community, die bei Problemen hilft.
Die automatische Farboptimierung, die man mit Strg+Umschalt+L schnell aufrufen kann, ist ein nettes Feature, das oft unterschätzt wird. Es kann einem viel Zeit sparen, wenn man schnell ein paar Bilder auf Vordermann bringen will. Alles in allem ist GIMP eine fantastische Wahl, wenn du eine leistungsstarke und kostenlose Bildbearbeitungssoftware suchst.
3. Inkscape
Wenn du Grafiken erstellen möchtest, die sich ohne Qualitätsverlust vergrößern lassen, dann ist Inkscape eine super Wahl. Stell dir vor, du designst ein Logo für deine kleine Firma oder eine Broschüre für ein Event. Mit Inkscape kannst du das alles machen. Es ist ein Programm für Vektorgrafiken, was bedeutet, dass deine Bilder nicht pixelig werden, egal wie sehr du sie zoomst. Das ist ein riesiger Unterschied zu normalen Bilddateien, die schnell unscharf aussehen, wenn man sie hochskaliert.
Inkscape ist ziemlich mächtig und bietet viele Werkzeuge, die du vielleicht von anderen Grafikprogrammen kennst. Du kannst Formen erstellen, Texte bearbeiten und sogar Bilder, die eigentlich aus Pixeln bestehen (Bitmaps), in Vektoren umwandeln. Das ist echt praktisch, wenn du zum Beispiel ein altes Logo hast, das nur als JPG vorliegt, und es für den Druck aufbereiten willst.
Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich und man findet sich schnell zurecht, auch wenn man neu in der Welt der Vektorgrafik ist. Es gibt eine gute Community, die dir bei Fragen weiterhelfen kann, und online findest du viele Tutorials.
Ein paar Dinge, die du mit Inkscape machen kannst:
- Logos entwerfen
- Technische Zeichnungen erstellen
- Illustrationen für Webseiten oder Drucksachen gestalten
- Diagramme und Infografiken anfertigen
- Vorlagen für den 3D-Druck vorbereiten
Es ist ein tolles Werkzeug, wenn du professionell aussehende Grafiken erstellen willst, ohne dafür viel Geld ausgeben zu müssen. Es ist kostenlos und läuft auf den meisten Betriebssystemen. Probier es einfach mal aus, du wirst überrascht sein, was du damit alles zaubern kannst.
4. Blender
Wenn du dich jemals gefragt hast, wie man 3D-Modelle erstellt, Animationen zum Leben erweckt oder sogar visuelle Effekte für Filme macht, dann ist Blender wahrscheinlich ein Name, der dir über den Weg gelaufen ist. Es ist ein unglaublich mächtiges Open-Source-Programm, das in der Welt der 3D-Grafik fast schon legendär ist. Viele denken bei 3D-Software sofort an teure kommerzielle Pakete, aber Blender beweist eindrucksvoll, dass das nicht sein muss. Es ist kostenlos und wird von einer riesigen Community unterstützt, was bedeutet, dass es ständig weiterentwickelt wird und es Unmengen an Lernmaterial gibt.
Was kann man damit alles machen? Die Liste ist lang:
- Modellierung: Von einfachen Objekten bis hin zu komplexen Charakteren und Umgebungen.
- Sculpting: Ähnlich wie bei Ton, nur digital. Perfekt für organische Formen.
- Texturierung und Shading: Den Modellen Leben einhauchen mit Farben und Oberflächen.
- Rigging und Animation: Charaktere und Objekte bewegen und zum Leben erwecken.
- Rendering: Die fertigen 3D-Szenen in fotorealistische Bilder oder Videos umwandeln.
- VFX (Visuelle Effekte): Explosionssimulationen, Partikeleffekte und vieles mehr.
- Videobearbeitung: Ja, sogar ein einfacher Videoschnitt ist möglich.
- 2D-Animation (Grease Pencil): Eine einzigartige Funktion, die 2D-Zeichnungen in 3D-Welten integriert.
Die Lernkurve kann anfangs etwas steil sein, das muss man ehrlich sagen. Es gibt so viele Werkzeuge und Möglichkeiten, dass man sich leicht erschlagen fühlt. Aber wenn man dranbleibt und sich auf ein paar Bereiche konzentriert, merkt man schnell, wie viel Potenzial darin steckt. Es gibt unzählige Tutorials auf YouTube, Foren und sogar kostenlose Kurse, die dir den Einstieg erleichtern.
Blender ist nicht nur ein Werkzeug, es ist ein ganzes Ökosystem. Die Tatsache, dass es kostenlos ist, hat es für unabhängige Künstler, kleine Studios und Hobbyisten auf der ganzen Welt zugänglich gemacht. Es hat die Messlatte für Open-Source-Software im kreativen Bereich wirklich hoch gelegt.
Wenn du also neugierig auf 3D-Welten bist oder eine professionelle Alternative zu teuren Programmen suchst, solltest du Blender unbedingt ausprobieren. Es ist ein echter Game-Changer.
5. Audacity
Wenn du mit Audiodateien arbeitest, sei es zum Aufnehmen, Bearbeiten oder Konvertieren, ist Audacity ein echtes Arbeitstier. Viele Leute nutzen es, um schnell mal eine Sprachaufnahme zu machen, vielleicht für ein Hörbuch oder einen Podcast. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Du kannst auch Audio-CDs rippen oder den Ton aus Videodateien extrahieren, was super praktisch ist, wenn du nur die Musik oder den Ton brauchst.
Die Bearbeitungsfunktionen sind ziemlich umfangreich. Du kannst Teile herausschneiden, die Tonhöhe ändern oder sogar unerwünschte Geräusche mit einem speziellen Effekt überdecken. Manche Leute nutzen das auch, um Stimmen mit einem Roboter-Sound zu verfremden – sorgt immer für Lacher.
Früher war das Speichern als MP3 ein bisschen umständlich, da musste man oft noch einen extra Codec installieren. Aber das ist heute zum Glück kein Problem mehr, Audacity kann das direkt. Das Programm unterstützt auch eine ganze Reihe von Formaten, wenn du deine Dateien umwandeln willst.
Audacity ist ein mächtiges Werkzeug für alle, die mit Audio zu tun haben. Es ist kostenlos, läuft auf fast jedem System und bietet mehr Funktionen, als man auf den ersten Blick vermutet. Für einfache Schnitte oder auch komplexere Bearbeitungen ist es oft die erste Wahl.
Hier mal ein paar Dinge, die du mit Audacity machen kannst:
- Hörbücher oder Podcasts aufnehmen
- Audio-CDs rippen und ins digitale Format bringen
- Tonspuren aus Videos extrahieren
- Audio-Dateien schneiden, mischen und Effekte hinzufügen
- Dateien in verschiedene Formate konvertieren
- Wiedergabelisten erstellen
6. FileZilla
Wenn Sie eine eigene Webseite gestalten und die Software keine FTP- oder Upload-Funktion hat, springt FileZilla ein. Dieses Open-Source-Tool hilft Ihnen dabei, Dateien auf Ihren Webspace zu übertragen oder von dort herunterzuladen. Das ist praktisch, wenn Sie Backups in die Cloud machen wollen oder einfach nur Ihre Webseiten-Dateien verwalten müssen.
FileZilla ist ein FTP-Client, der schon seit vielen Jahren auf dem Markt ist. Er ist bekannt für seine Zuverlässigkeit und die einfache Bedienung. Auch wenn die Benutzeroberfläche vielleicht nicht die modernste ist, so ist sie doch sehr funktional. Sie können damit nicht nur Dateien hoch- und herunterladen, sondern auch ganze Verzeichnisse synchronisieren. Für jeden, der regelmäßig mit Webservern zu tun hat, ist FileZilla ein Muss.
Einige der Hauptfunktionen von FileZilla sind:
- Unterstützung für FTP, FTPS und SFTP
- Drag-and-Drop-Unterstützung
- Lesezeichen für häufig genutzte Server
- Synchronisation von Verzeichnissen
- Remote-Datei-Bearbeitung
- Warteschlangen-Management für Transfers
FileZilla ist ein solides Werkzeug, das seine Aufgabe gut erfüllt. Es mag nicht die schickste Oberfläche haben, aber es ist stabil und funktioniert zuverlässig. Wenn Sie eine kostenlose und leistungsfähige Lösung für den Dateitransfer brauchen, sind Sie hier genau richtig.
7. Scribus
Wenn es um professionelles Layout geht, ist Scribus eine echte Hausnummer. Stell dir vor, du willst eine Zeitschrift, eine Broschüre oder vielleicht sogar ein Fotobuch gestalten – Scribus ist dafür gemacht. Es ist ein Layoutprogramm, das dir hilft, Seiten zu organisieren, Texte und Bilder an die richtige Stelle zu setzen, und das alles mit einem Raster, das dir den Rücken freihält.
Das Coole an Scribus ist, dass es auch für den Druck gedacht ist. Es versteht sich mit Farbmodellen wie CMYK und unterstützt Formate wie PDF/X-1a, was für die Druckvorstufe echt wichtig ist. Das bedeutet, deine Entwürfe sehen nachher auch auf Papier so aus, wie du es dir vorgestellt hast.
Warum Scribus eine gute Wahl ist:
- Professionelle Layout-Werkzeuge: Bietet Funktionen, die du für anspruchsvolle Druckprojekte brauchst.
- Unterstützung für Druckstandards: CMYK und PDF/X-1a sind an Bord, damit deine Druckdaten passen.
- Flexibilität: Geeignet für Zeitschriften, Flyer, Bücher und vieles mehr.
- Kostenlos und Open Source: Keine Lizenzgebühren, und du kannst die Software frei nutzen und anpassen.
Scribus ist ein mächtiges Werkzeug für alle, die professionelle Drucksachen erstellen wollen, ohne dafür tief in die Tasche greifen zu müssen. Es mag anfangs etwas Einarbeitung erfordern, aber die Ergebnisse sprechen für sich.
8. Nextcloud
Wenn es um Cloud-Speicher und Kollaboration geht, ist Nextcloud eine echte Größe im Open-Source-Bereich. Stell dir vor, du hast deine eigenen Dropbox oder Google Drive, aber alles liegt sicher bei dir auf dem Server. Genau das bietet Nextcloud. Es ist nicht nur ein Ort, um deine Dateien abzulegen und mit anderen zu teilen, sondern auch eine Plattform für viele weitere Dinge, wie Kalender, Kontakte oder sogar Videokonferenzen.
Das Tolle an Nextcloud ist, dass du die volle Kontrolle über deine Daten hast. Das ist ein riesiger Pluspunkt, gerade wenn es um sensible Informationen geht. Du kannst es auf deinem eigenen Server installieren oder einen Hoster damit beauftragen. Das bedeutet, du bist nicht von den Regeln und Preisänderungen großer Anbieter abhängig.
Was macht Nextcloud so besonders?
- Datenschutz und Sicherheit: Da du die Daten selbst verwaltest, sind sie vor dem Zugriff Dritter geschützt.
- Flexibilität: Du kannst Nextcloud mit vielen Apps erweitern, um genau die Funktionen zu nutzen, die du brauchst.
- Kollaboration: Dateien teilen, gemeinsam an Dokumenten arbeiten oder Termine koordinieren – alles ist möglich.
- Kosten: Die Software selbst ist kostenlos. Kosten entstehen nur für den Server und eventuell für spezielle Enterprise-Features oder Support.
Nextcloud ist mehr als nur ein Cloud-Speicher. Es ist eine komplette Plattform, die dir hilft, deine digitalen Arbeitsabläufe zu organisieren und zu sichern, ganz nach deinen eigenen Regeln.
9. Odoo
Wenn es um die Verwaltung von Unternehmensressourcen geht, sind kommerzielle Lösungen wie SAP oft die erste Wahl. Sie bieten zwar eine Menge Funktionen, aber die Kosten können schnell explodieren, besonders wenn man anfängt, die Software anzupassen oder mehr Nutzer hinzufügt. Das ist, wo Odoo ins Spiel kommt.
Odoo ist ein Open-Source-ERP-System, das versucht, viele der Funktionen von teuren Paketen abzudecken, und das zu einem Bruchteil der Kosten. Man kann es sich wie einen Werkzeugkasten für dein Unternehmen vorstellen, mit Modulen für fast alles: Buchhaltung, CRM, Lagerverwaltung, Projektmanagement und sogar eine E-Commerce-Plattform. Das Coole daran ist, dass du nur die Module installierst, die du wirklich brauchst. Das macht es flexibel und spart Ressourcen.
Die Open-Source-Version von Odoo ist zwar nicht ganz so umfangreich wie die kostenpflichtige Enterprise-Edition, aber für viele kleine und mittelständische Unternehmen ist sie absolut ausreichend. Man kann sie selbst hosten, was bedeutet, dass man die volle Kontrolle über seine Daten hat und sich keine Sorgen um monatliche Gebühren für die Software selbst machen muss. Natürlich fallen Kosten für den Server und die Wartung an, aber das ist oft deutlich günstiger als bei den großen kommerziellen Anbietern.
Ein paar Dinge, die Odoo besonders macht:
- Modularität: Du baust dein System so, wie du es brauchst.
- Integration: Die verschiedenen Module arbeiten gut zusammen.
- Community: Es gibt eine aktive Community, die hilft und das System weiterentwickelt.
- Anpassbarkeit: Mit etwas technischem Know-how kann man Odoo ziemlich gut anpassen.
Odoo ist eine starke Option, wenn du ein integriertes System für dein Unternehmen suchst, aber die Preise von SAP und Co. scheuen. Es erfordert zwar etwas Einarbeitung, aber die Investition lohnt sich oft.
Es gibt auch andere Open-Source-ERP-Systeme wie ERPNext oder Dolibarr, die man sich ansehen kann, aber Odoo hat sich als eine sehr beliebte und vielseitige Wahl etabliert.
10. N8n
Wenn du dich mit Automatisierung beschäftigst, bist du wahrscheinlich schon über Tools wie Zapier oder Microsoft Power Automate gestolpert. Die sind ja auch super praktisch, um verschiedene Apps miteinander zu verbinden und sich wiederholende Aufgaben abzunehmen. Aber mal ehrlich, die Kosten können da schnell mal aus dem Ruder laufen, besonders wenn du viele Automatisierungen brauchst oder die komplexer werden. Da wird jeder Durchlauf oder jede ausgeklügelte Verknüpfung schnell teuer.
Hier kommt n8n ins Spiel. N8n ist eine echt starke Open-Source-Alternative, die dir hilft, deine eigenen Workflows zu bauen, ohne dass du gleich ein Vermögen ausgeben musst. Stell dir vor, du kannst deine E-Mails automatisch sortieren, Daten zwischen verschiedenen Diensten hin und her schieben oder Social-Media-Posts planen – und das alles, ohne für jeden einzelnen Schritt extra zu zahlen. Klar, du brauchst einen Server, auf dem du es laufen lässt, aber das ist meistens deutlich günstiger als die Abogebühren der kommerziellen Anbieter.
Ein wichtiger Punkt bei n8n ist, dass es unter der „Sustainable Use License“ läuft. Das bedeutet, es ist nicht ganz im klassischen Sinne „Open Source“, wenn du es kommerziell und ohne eigene Hosting-Lösung nutzen willst. Aber wenn du es selbst hostest und für deine internen Abläufe nutzt, dann ist es im Grunde kostenlos. Das ist ein riesiger Vorteil, wenn du viele Automatisierungen brauchst und die Kosten im Griff behalten willst.
Was n8n so gut macht:
- Flexibilität: Du kannst eine riesige Bandbreite an Diensten und Apps miteinander verbinden. Von Cloud-Speichern über Social Media bis hin zu Datenbanken ist vieles möglich.
- Kostenersparnis: Selbst gehostet fallen keine direkten Nutzungsgebühren an, was es besonders für kleine Unternehmen oder Einzelpersonen attraktiv macht.
- Visueller Workflow-Editor: Du baust deine Automatisierungen per Drag-and-Drop, was das Ganze übersichtlicher macht, als sich durch endlose Codezeilen wühlen zu müssen.
- Datenschutz: Da du die Kontrolle über deinen eigenen Server hast, bleiben deine Daten auch dort.
Kurz gesagt, n8n ist eine tolle Option, wenn du die Macht der Automatisierung nutzen willst, ohne dich von hohen Kosten einschränken zu lassen. Es ist ein bisschen wie ein Schweizer Taschenmesser für deine digitalen Abläufe.
Fazit: Open Source ist mehr als nur kostenlos
Am Ende des Tages zeigt sich: Es gibt für fast jedes kommerzielle Programm eine gute Alternative aus der Open-Source-Welt. Das ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern oft auch für die eigene Freiheit. Man ist nicht an einen Anbieter gebunden und kann die Software oft anpassen, wie man möchte. Klar, manchmal muss man ein bisschen mehr Zeit investieren, um alles einzurichten oder um sich einzuarbeiten. Und ja, bei manchen Dingen, wie zum Beispiel bei den neuesten Computerspielen, kommen die Open-Source-Programme noch nicht ganz an die kommerzielle Konkurrenz heran. Aber für die meisten alltäglichen Aufgaben – sei es im Büro, beim Surfen im Netz oder bei der Bildbearbeitung – findet man starke, kostenlose Helfer. Probieren Sie es einfach mal aus, Sie werden überrascht sein, was alles möglich ist, ohne dafür bezahlen zu müssen.
Häufig gestellte Fragen
Was genau ist Open-Source-Software?
Stell dir vor, ein Koch teilt sein geheimes Rezept mit allen. Open-Source-Software ist ähnlich: Der ‘Bauplan’ (der Quellcode) eines Programms ist öffentlich zugänglich. Jeder kann reinschauen, lernen, wie es gemacht ist, und sogar Verbesserungen vorschlagen oder selbst einbauen. Das macht die Software oft sicherer und flexibler, weil viele Leute darauf achten und sie verbessern können.
Warum sind Open-Source-Programme oft kostenlos?
Weil die Entwickler ihre Arbeit oft freiwillig machen oder weil die Idee dahinter ist, dass jeder Zugang zu guter Software haben soll. Es geht nicht immer darum, Geld zu verdienen, sondern darum, Wissen zu teilen und gemeinsam etwas Besseres zu schaffen. Manchmal gibt es aber auch kostenpflichtige Versionen mit extra Service für Firmen.
Kann ich Open-Source-Software einfach so benutzen?
Ja, meistens schon! Die meisten Open-Source-Programme kannst du dir einfach herunterladen und benutzen, ohne etwas zu bezahlen. Es gibt aber verschiedene Lizenzen, die sagen, was du damit machen darfst. Meistens darfst du sie privat nutzen und sogar verändern, aber wenn du sie verkaufen oder in eigenen Produkten nutzen willst, musst du die Regeln der Lizenz beachten.
Sind Open-Source-Programme genauso gut wie gekaufte?
Oft sind sie sogar besser! Programme wie LibreOffice (statt Microsoft Office) oder Gimp (statt Photoshop) können fast alles, was die teuren Programme auch können, manchmal sogar mehr. Sie sind oft sehr stabil und werden von einer großen Gemeinschaft ständig verbessert. Bei manchen Dingen, wie super-realistischen Computerspielen, sind kommerzielle Programme manchmal noch etwas voraus, aber bei vielen Alltags- und Profi-Anwendungen ist Open Source top.
Brauche ich spezielle Kenntnisse, um Open-Source-Software zu nutzen?
Nein, für die meisten Programme brauchst du keine besonderen Computerkenntnisse. Sie sind oft genauso einfach zu bedienen wie die Programme, die du vielleicht schon kennst. Nur wenn du selbst etwas am Programm ändern oder eine sehr spezielle Funktion einbauen willst, brauchst du mehr Wissen. Aber für den normalen Gebrauch ist das kein Problem.
Wo finde ich die besten Open-Source-Alternativen?
In Artikeln wie diesem! Es gibt viele Webseiten, die sich auf Open-Source-Software spezialisiert haben. Du kannst auch einfach nach ‘Open Source Alternative zu [Name des kommerziellen Programms]’ suchen. Viele der Programme, die wir hier vorstellen, sind sehr bekannt und werden von Millionen Menschen weltweit genutzt.